Der traditionelle Ansatz bei Transportverträgen ist den Realitäten eines dynamischen Marktes nicht mehr gewachsen. Heute kommt es statt auf starre, nur schwer änderbare Vereinbarungen vor allem auf Flexibilität an – ebenso wie auf die Fähigkeit, Tarife schnell anzupassen und effizient auf plötzliche Auftragsspitzen zu reagieren.
Genau deshalb haben wir das Modul „Feste Routen“ (jetzt „Routen“) überarbeitet – damit du tatsächlich Kontrolle über deine Transportkosten erhältst und nicht nur administrative Vorteile. Erfahre, was wir konkret geändert haben.
1. Zusammenarbeit ohne unnötige Formalitäten zum Start
Bisher erforderte die Einrichtung einer festen Route mehrere Schritte. Selbst wenn du noch nicht bereit für einen festen Vertrag warst, zwang dich das System dazu, zahlreiche Bedingungen festzulegen, um überhaupt starten zu können.
So ist es jetzt: Du wählst einfach einen Frachtführer aus und legst los. Die flexible Zusammenarbeit aktivierst du mit wenigen Klicks – ohne einen endgültigen Preis festlegen zu müssen. Sobald sich die Zusammenarbeit eingespielt hat und sich die Preise auf der Route stabilisiert haben, kannst du jederzeit zu einem festen Tarif wechseln. So sparst du Zeit bei wiederkehrenden Verhandlungen und bleibst flexibel, ohne das Risiko einzugehen, überhöhte Tarife zu zahlen, die zu einem Zeitpunkt festgelegt wurden, als sich der Markt noch nicht stabilisiert hatte.
2. Verlässliche Partner für die Hochsaison
Die Sicherstellung einer ausreichenden Anzahl an Fahrzeugen ist ein altbekanntes Problem: Beauftragst du zu wenige Frachtführer und stehst in der Hochsaison ohne Fahrzeuge da? Oder beauftragst du zu viele und gibst ihnen zu wenig Arbeit, sodass sie zur Frachtenbörse abwandern?
So sieht es jetzt aus: Du kannst einen separaten Pool an Frachtführern aufbauen, die flexibel arbeiten – ohne einen fest vereinbarten Preis. Wie du ihn nutzt, hängt von deiner Strategie ab. Für die einen ist er ein Sicherheitspuffer für die Hochsaison, der nur dann aktiviert wird, wenn das Arbeitsaufkommen plötzlich steigt. Für die anderen ist er ein kontinuierlicher Preisbenchmark: ein Pool an Frachtführern, mit dem du regelmäßig die vertraglich vereinbarten Sätze vergleichst, um laufend zu überprüfen, ob du nicht zu viel zahlst. Du kannst noch einen Schritt weiter gehen und die gesamte Zusammenarbeit auf diesem Modell aufbauen – ohne Preise in Verträgen einzufrieren und mit der Möglichkeit, flexibel auf Marktentwicklungen zu reagieren.
Unabhängig vom Ansatz ist das Ergebnis dasselbe: Du hast Fahrzeuge zur Hand und einen realen Vergleichspunkt, der dir hilft, die Transportkosten unter Kontrolle zu halten – anstatt Sätze zu zahlen, die längst nicht mehr dem aktuellen Marktniveau entsprechen.
3. Alle Sätze und Preise an einem Ort
Schluss mit dem manuellen Übertragen von Daten und der Prüfung in Excel, ob sich eine bestimmte Route für dich lohnt.
So sieht es jetzt aus: In der Routenliste siehst du alles auf einen Blick: den Durchschnitt deiner vertraglich vereinbarten Sätze, die aktuellen Marktpreise sowie die Information darüber, wie viele Transporte du geplant hast und wie viele tatsächlich durchgeführt wurden. Du hast eine einzige, verlässliche Informationsquelle vor dir. Du weißt sofort, ob es an der Zeit ist, den Preis zu verhandeln, einen neuen Frachtführer hinzuzufügen oder die Strecke so zu lassen, wie sie ist. Genau hier siehst du am schnellsten, ob sich eine bestimmte Strecke nicht mehr lohnt.
5. Schnelle Zuordnung einer Fracht zu einem bestehenden Tarif (Route ID)
Es lohnt sich nicht immer, für jeden neuen Lade- oder Entladepunkt eine neue Route und einen neuen Tarif anzulegen – insbesondere dann nicht, wenn es sich in der Praxis um einen Transport handelt, dessen Kosten mit einem bereits ausgehandelten Tarif vergleichbar sind.
So ist es jetzt: Wir haben eine eindeutige Routen-ID (Route ID) eingeführt, anhand derer du eine bestimmte Route manuell auswählen kannst – selbst wenn die Parameter der neuen Fracht nicht zu 100 % mit den Vertragsbedingungen übereinstimmen. So kannst du eine Fracht unter Verwendung eines bestehenden Tarifs (pauschal oder pro Kilometer) veröffentlichen, anstatt eine weitere Route von Grund auf anzulegen. Das spart Zeit bei der Konfiguration und sorgt – was noch wichtiger ist – für einheitliche und kontrollierte Transportkosten, statt die Tarife auf Dutzende nahezu identische Routen zu verteilen.
6. Schluss mit Kilometerstreitigkeiten mit Frachtführern
Streitigkeiten darüber, wie viele Kilometer das Fahrzeug tatsächlich gefahren ist, gehören zu den häufigsten Ursachen für Beanstandungen bei der Rechnungsabrechnung.
So ist es jetzt: Wir haben klare Regeln dafür eingeführt, welche Daten maßgeblich sind: deine Distanzangabe → GPS-Daten → Angabe des Frachtführers. Das System ermittelt automatisch, welcher Wert für die Abrechnung gilt, und legt diesen zugrunde. Damit gehören Streitigkeiten per E-Mail und die manuelle Prüfung jeder einzelnen Rechnung der Vergangenheit an. Weniger Streitigkeiten bedeuten nicht nur Zeitersparnis, sondern auch weniger unberechtigte Zuschläge auf Rechnungen.
7. Verträge für große Unternehmen (Nachträge und Versionen)
Wir haben das System an die Anforderungen großer Logistikabteilungen angepasst.
So ist es jetzt: Verträge können jetzt genaue Bereiche für Gewicht und Ladekapazität abbilden (sowohl von als auch bis zu einem bestimmten Wert) und berücksichtigen zudem Zeitzonen. Am wichtigsten ist jedoch die einfache Erstellung von Nachträgen. Du kannst weitere Versionen desselben Vertrags erstellen (neue Tarife, neue Fristen), ohne die laufende Arbeit zu unterbrechen und ohne die Historie früherer Vereinbarungen zu verlieren. Dank der einfachen Erstellung von Nachträgen kannst du die Tarife laufend aktualisieren, anstatt bis zum Vertragsende auf Grundlage nicht mehr aktueller Konditionen abzurechnen.
Was bedeutet das für dein Unternehmen?
Einzeln betrachtet sind diese Funktionen einfach praktische Optionen. Zusammen bieten sie jedoch deutlich mehr: eine bessere Übersicht über die aktuelle Fahrzeugverfügbarkeit, einen aktuellen Referenzpunkt für die Marktpreise und eine solide Grundlage für fundierte Entscheidungen – ergänzt durch ausgewählte Automatisierungen, die diesen Prozess teilweise unterstützen. Das Ergebnis? Weniger überteuerte Transporte, weniger Streitigkeiten über Rechnungen und eine tatsächliche, systematische Optimierung der Transportkosten.